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Herzlich willkommen zum Newsletter im August!
Bereits wenige Tage nach Erscheinen des letzten
Newsletters war Radio Maria wieder mit voller
Leistung zu hören. Auch die RAI mit ihrem
Isoradio war kurz danach wieder normal
empfangbar.
Etwas länger hat der Ausfall von Italia Network
gedauert, aber erst diese Woche konnte Radio
Radicale das Signal wiederaufschalten. Somit sind
alle italienischen Privatsender wie gewohnt
empfangbar.
RAI MF3 hat - wie ich erst jetzt bestätigen
konnte - kein RDS aus dem Kanaltal. Mal sehen,
was RAIWAY dazu sagt. Bei Radio Wörthersee fiel
abermals der Computer aus, und das Programm
bestand nur aus einem leeren Träger.
Die letzten Wochen haben mich wieder zu einigen
Ausflügen geführt. So war ich zB in Knittelfeld
bei Peter Petzner, um mit ihm zu plaudern und den
guten alten Italo-Privatradiozeiten
nachzutrauern. Er erzählte mir, dass auf
bestimmten Stellen es sogar möglich ist, Antenne
Bayern zu hören. Und tatsächlich, den
Brotjacklriegl mit seinen 100 kW verschlägt es
sogar bis in die Steiermark.
Dort habe ich übrigens auch einige Überraschungen
erlebt. Teilweise ist Petöfi und Slager perfekt
mit RDS zu hören, beide senden ja vom Kabhegy,
das ist der 600m hohe Berg nördlich des
Balatons/Plattensees. In Kärnten kann man ihn nur
auf Anhöhen hören (Faaker See, Dobratsch-Straße).
Auch hat mich die Reichweite von RTL102,5
beeindruckt. Man hat nämlich zwar zwischen der
Landesgrenze und Judenburg starkes Rauschen,
jedoch bis zum Autobahnknoten St. Michael - und
lt. Peter noch weiter - ist RTL102,5 von der
104,5 Dreiländereck fast problemlos vernehmbar!
Zeitweise kann auch die Luschari-Frequenz 102,5
dort empfangen werden.
Slowenien führt definitiv nicht DAB ein! Das ist
das Ergebnis einer Studie der TU Wien bzw.
Präsentation von Miha Kriselj vom Multimeida
Centre bei RTV Slovenija. Grund ist nicht etwa
die technische Seite (es wurden lt. worlddab ja
schon Testsendungen vor der Jahrtausendwende
durchgeführt), sondern die Tatsache, dass
Slowenien unverständlicherweise in zwei Blöcke
(West 12C und Ost 12B) unterteilt wurde! Das
Schlimme daran ist, dass die Grenze mitten durch
das Laibacher Becken mit der Hauptstadt Ljubljana
geht.
Um daher die Bevölkerung der
300.000-Einwohnerstadt zu versorgen, müssten
beide Blöcke die gleichen Programme (zumindest
aber Slo1-3) abstrahlen, was ja nicht der Sinn
von DAB ist.
Auch ist es nicht möglich, die Blöcke
gebietsmäßig auszudehnen (um zB mit dem Ost-Block
das Laibacher Becken mitzuversorgen oder
umgekehrt). Das würde zu erheblichen Störungen
mit den Nachbarregionen führen (Istrien hat auch
12B bzw. rund um Zagreb 12C). Ebenso fehlen
einige L-Bänder, um alle Sender unterzubringen,
so zB für die zweitgrößte Stadt Maribor/Marburg.
Wie ihr vielleicht schon gehört habt, ist
Nachbarkanalbetrieb zwar möglich, aber es darf
kein zu großer Feldstärkeunterschied sein, da
sonst der Tuner den schwächeren Kanal nicht mehr
ordnungsgemäß auslesen kann (siehe Frankfurt/Main
und Bayern-Ensemble).
Noch eine Meldung für Slowenien, die etwas zum
Schmunzeln ist: Am Wurzenpass und beim
Grenzübergang Ratece wird für den Verkehrsfunk
auf VAL202 geworben, aber die Freuqenz (96,8) ist
um 100 kHz daneben ...
Besten Gruß aus Kärnten
Andreas Mikula
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