Zum Nachschlagen
 
Willkommen zum Newsletter im Juli!

Diesmal grüße ich alle, die sich sehnsüchtigst wieder
gerne deutschsprachige Italiener in Kärnten wünschen
(von dem erfolgreichen Fenster auf Bakkano mal
abgesehen)!

Neues wird es auf den Frequenzen von Korotan/Agora
geben: Ab dem 9. Juli senden dann Agora und Korotan
gemeinsam mit dem ORF, der den finanziellen Part
übernimmt, das Programm "Radio Dva" (zu deutsch zwei).
Die Gestaltung selbst wird von den Redakteuren der
beiden Privatsender übernommen, die zwischen 6 und 18
Uhr Nachrichten und Berichte aus Kärnten beisteuern.
Damit geht wieder ein Kapitel in unserer
Privatradiolandschaft zu Ende.

Die Aussage eines Radiokenners, privates
Minderheitenradio ohne ORF wird sich in unserem
Bundesland nicht rechnen, hat sich traurigerweise
bewahrheitet.

Es wurden zwar in letzter Zeit auch österreichische
Musikgruppen (STS) gespielt, die auf slowenisch
angesagt wurden, ich persönlich habe mir aber
eigentlich erhofft, dass Korotan sich als eine Art
Schnittstelle zwischen den beiden Kulturen ansieht,
aber leider war die Musikauswahl viel zu sehr auf
Slowenien ausgerichtet. Die Beiträge waren jedoch
durchwegs (süd-)kärntenorientiert und die Nachrichten
zweisprachig.

Italia Network hat seine Homepage überarbeitet und
Flash-animiert aufgepeppt. Die Umsetzung gefällt mir
ganz gut, die Bedienung ist allerdings
gewöhnungsbedürftig.

Die weltweiten Sender von Radiomaria haben nun ein
gemeinsames Portal im Web geschaffen.

Der ORF hat einen neuen Umsetzer in Betrieb genommen.
Es ist dies der Sender Guttaring, das ist in der Nähe
von Treibach-Althofen, Bezirk St. Veit/Glan. Es steht
östlich davon bei der Kirche Maria Hilf. Durch seine
Lage dürfte er auch einen Teil des oberen
Görtschitztales versorgen. Die Bewohner dort klagten
schon seit Jahren, dass ein terrestrischer Empfang des
ORF fast nicht möglich war.


Das Krone Hitr@dio hat in Mittelkärnten mit einer
Reihe von Pannen den Betrieb aufgenommen. Der
Techniker, der die Sendeanlage herrichtete, hatte
wirklich keine Ahnung davon und änderte die
AF-Frequenz eigenhändig auf 106,0 anstatt sie auf
101,6 zu lassen (!), obwohl er beim RadioText schön
brav "101,6MHz" programmierte. Daraufhin hat mein
Autoradio verzweifelt Radio Slovenija 3 (das dort
sendet) anspielen wollen.

Zwei Wochen vor Sendestart war dann wechselweise
"SCHLAGER" und "KRONEHIT" zu lesen. Der Zuhörer war
etwas verwirrt. Aber Gott sei Dank ging das
deutschsprachige Programm erst am Vortag der
Aufschaltung um ca. 20 Uhr ins Wiener Programm über.

Seit dem 3. Juli gibt es auch keinen RadioText mehr.
Ich frage mich wirklich, wozu man dieses Feature in
Villach nicht mehr nutzt, in Wien wird ja die Adresse
dort angegeben.

Durch die PI-Codierung "A3FF" ist der Sender wohl der
allerletzte, wenn man - so wie Stefan Jakl - ein
Autoradio besitzt, das die Sender automatisch nach
diesem Code sortiert. Zur Erinnerung: FF ist die
größte zweistellige Hexadezimalzahl. Die 3 darin steht
übrigens für national, überregional wäre für diesen
Sender besser gewesen (siehe unten).

Die größte Panne war aber zweifellos die katastrofale
Modulation zeitgleich mit der sinnlosen RDS-Änderung:
Das Musikprogramm war dann nur mehr mit ca. 20 % der
Lautstärke zu hören. Vielleicht wollte man ja
möglichst früh die Hörer zum ORF vertreiben?

Eine Frechheit finde ich den Größenwahn des Senders.
Nicht nur, dass er sich als national bezeichnet
(immerhin können es ca. 3 Millionen Österreicher
technisch terrestrisch nicht oder sehr schlecht
empfangen), nicht nur der RDS-PI Code, nicht nur die
Tatsache, sich gleich mit der Nummer Eins Hitradio Ö3
(das nenne ich national) in Österreich anzulegen,
anstatt die Antennen etwas zu gefährden, nicht nur die
Namensgebung (siehe vorigen NL), sondern vor allem die
Verarschung der Provinz (Kernöl). Ein Lokalsender
würde das   n i e   machen, aber die Wiener glauben
anscheinend, damit in den Bundesländern Erfolg zu
haben oder dass dort keiner zuhört.

Komisch auch, wieso man auf das Kabel vergessen hat
und das Programm jetzt nur in _den_ Kabelnetzen zu
hören ist, wo die Vorgängerprogramme zu hören waren.
Herr Sebor soll sich beim niederösterreichischen Radio
Maria ein Beispiel nehmen. Die sind zwar terrestrisch
stark eingeschränkt, aber per Kabel in mehreren
Bundesländern zu hören.

Für viele nur ein Schreibfehler, aber auf manchen
Plakaten und Zeitungsinseraten war sogar von "Zwettel"
zu lesen ... (so nach dem Motto: "Kennst du
Österreich?") Und wie oft war vorm Sendestart von
Spittal und Hallein die Rede, wo man gar nicht sendet?

Weitere Pannen, die im Rest des Sendegebietes
aufgetreten sind (Ausfälle, Ausrutscher, Probleme mit
der Technik ...) bitte vom Radionetz.at entnehmen.

Wohlgemerkt, ich habe kein Verständnis, dass soviel
Pulver in einen Sender hineingesteckt wird, und es
kommt nix Gscheits heraus. Einem Lokalsender würde ich
die Pannen locker verzeihen, aber dem Kronehit und der
vergleichslosen Printmedienpräsenz (die meiner Meinung
nach sogar ORF-TV/Ö3 in den Schatten stellt) darf das
einfach nicht passieren!!!

Denn: Wieso hat man die Technik nicht früher
ausprobiert anstatt sie zu Sendestart live via Äther
zu testen? Man hatte ja schließlich fast ein Monat
Zeit. Und sich warum nicht in Südtirol informiert, wie
Lokalfenster und ähnliches funktioniert?

Allerdings habe ich gelesen, dass die Spittaler
Frequenz doch nicht an Herrn Sebor gehen soll. Und bis
man die Lizenz von Wolfsberg hat und die Sender in
Betrieb nimmt, rinnt noch einiges Wasser die Lavant
hinunter. Obwohl man vom KSR eine Umsetzerfrequenz
geerbt hat, bleibt die Nötscher Frequenz 87,6
sicherlich stumm. Damit bleibt das KHR mit einem
einzigen mikrigen Sender, der aufgrund der Topografie
in großen Teilen seines Sendegebietes sehr verrauscht
ist, auf keinem Erfolgskurs in Kärnten. Und so was
nennt sich national ...

Somit gibt es das Kuriosum, dass es in Kärnten für die
slowenische Minderheit wohl einen Privat-Sender mit
slowenischsprachigen Songs gibt aber für die
deutschsprachige Mehrheit zum großen Teil nur
Englischsprachiges (!). Und außerdem verstehe ich
nicht, wieso man wieder einen Formatwechsel auf 101,6
mitmachen muss (oder auch nicht ...)

Durch die Übernahme durch Herrn Sebor ergeben sich
auch im Internet Veränderungen: Die Homepage des
Schlagerradios führt gleich zu einem ihrer
Schlagerstars, Der ehemalige Musiksender 107,5 in Graz
hat nur ein Pop-Up Window und tut so, als ob das nur
Werbung sei. Interessant vor allem, dass
http://www.arabella.at/ gleich auf Kronehit umleitet,
aber man findet es anscheinend nicht nötig, die
Homepage des "Haussenders" http://www.radio-rpn.at
anzupassen und weiterzuleiten ...

Für den ex-KSR-Hörer gibt es nun zwei Alternativen:
Entweder Radio Kärnten oder via Sat bzw. Kabel Radio
Melodie aus München. Da kann man nur hoffen und beten,
dass die ehemaligen Moderatoren von Italien aus wieder
was auf die Beine stellen und die rechtlichen Probleme
gelöst werden können. Mehr weiß ich leider auch nicht.

Zwei Meldungen, die ich im vorigen Newsletter
vergessen habe: Radio Maria hatte Probleme mit der
Frequenz in Pontebba. Anscheinend war die Sendeanlage
defekt und so gab es rund herum nur Störungen. Und der
ORF plant auch in Kärnten (wie schon in Wien und St.
Pölten) auf Ö3 dynamischen RadioText einzuführen.

RAI MF3 und RAI Trst A haben noch immer kein RDS. Eine
Mail an die RAI blieb unbeantwortet.

Ich geb's zu: Mein heutiger NL war teilweise etwas
kritisch, aber bei *dem* Größenwahn des neuen Senders
kenne ich kein Pardon.

Lieben Gruß und 73
Andreas
http://mikula.subdomains.at/

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